30. März 2014 Tagebuch

Rede Listenparteitag

Liebe Vertreterinnen und Vertreter,   gestern hat uns ja mein Gatte mitgeteilt, woran er mit wem so Spaß hat ... heute ist das meine Aufgabe. J   Ja, ich habe Spaß an der Arbeit in der Landtagsfraktion und das obwohl, oder gerade weil, ich dort als Mitarbeiterin ein Themenfeld bearbeiten darf, dass bis heute in der Landespolitik als „Ansteckbrosche“ und „Sahnehäubchen“ behandelt wird. Mit dem  durch die Landesregierung vorgelegten „Kulturkonzept“, welches diesen Namen überhaupt nicht verdient, hat sich die Degradierung zum „Luxusgut“ für eine vermeintlich kleine Bevölkerungsschicht noch verstärkt. Und ich kann euch sagen, liebe Genossinnen und Genossen – wer mich gut kennt, weiß: das nervt mich.   Richard v. Weiszäcker hat einmal sehr eindrucksvoll gesagt: „Substantiell hat die Förderung von Kulturellem nicht weniger eine Pflichtaufgabe des öffentlichen Haushalts zu sein, als zum Beispiel der Straßenbau, die öffentliche Sicherheit oder die Finanzierung der Gehälter im öffentlichen Dienst. Es ist grotesk, dass wir Ausgaben im kulturellen Bereich „Subventionen“ nennen, während kein Mensch auf die Idee käme, die Ausgaben für ein Bahnhofsgebäude oder einen Spielplatz als Subvention zu bezeichnen. Der Ausdruck lenkt uns in eine falsche Richtung. Denn Kultur ist kein Luxus, den wir uns entweder leisten oder nach Belieben streichen können, sondern der geistige Boden, der unsere innere Überlebensfähigkeit sichert.“   Und Kultur ist nicht eindimensional. Kultur ist nicht nur Theater und Orchester. Kultur ist nicht nur Museum und Bibliothek. Jede und jeder von uns ist Kultur und nimmt an Kultur teil – auch wenn sie immer Geschmackssache ist!   Das mag abstrakt klingen, aber am Beispiel der Kultur- und Kreativwirtschaft – übrigens noch ein Stiefkind dieser Landesregierung – lässt sich das eindrucksvoll beweisen:   Wer von euch hört Musik? Wer von euch liest Bücher? Wer sieht Filme? Wer von euch hört Radio? Wer von euch spielt Candy Crush? Ich weiß übrigens ganz genau, dass gerade letzteres einige von euch in diesem Raum tun. Übrigens bräuchte ich mal wieder ein paar Leben! J   Die Kultur- und Kreativwirtschaft hat großes wirtschaftliches Potenzial, aber bringt eben auch ein neues Prekariat hervor. 90% der Kreativen sind selbständig und gelten als Kleinstunternehmer – ohne Aussicht auf große Fördertöpfe, ohne soziale Absicherung und vor allem scheinbar ohne Perspektive.   Ich weiß, wovon ich rede: nach meinem Studium in Leipzig war ich bis zu Beginn meiner Tätigkeit in der Fraktion vor fast 3 Jahren hauptberuflich „selbständig Kreative“ – unter anderem auch als Schauspielerin und Sprecherin. Also im Bereich der Kreativwirtschaft.   Auch im Bereich der kulturellen Bildung war und bin ich noch immer viel unterwegs und ich kenne auch dort die Sorgen und Nöte ... und auch hier das Prekariat, was in diesem Bereich als „unfreiwilliges Ehrenamt“ bezeichnet wird. Denn auch das ist Teil der Wahrheit: Akteure der Kultur kosten ja auch wieder nur Geld und deshalb ist es doch so viel einfacher, wenn sie einfach gleich für umsonst arbeiten. Das bisschen Kultur, das bisschen Umsetzung des Thüringer Bildungsplanes 0 – 10, dass bisschen Erhöhung der Attraktivität einer Region, das bisschen Kompetenzvermittlung für Kinder und Jugendliche  ... dafür braucht’s kein Geld. Dazu reicht euer Idealismus.   Nun, vom Idealismus hat sich noch keiner ernähren können und – ihr werdet es ahnen – diese Zustände nerven mich.   Liebe Genossinen und Genossen,   es gibt viel zu tun und ich möchte aktiv daran mitarbeiten. DIE LINKE ist die einzige Partei in Thüringen und auch darüber hinaus, die Künstlerinnen und Künstler und Kreative überhaupt in ihrer schwierigen Stuation wahrnimmt. Die Grünen wissen sich nicht zu helfen und schreiben lieber gleich alles von uns ab, die SPD beweist mit Minister Matschie, wie es eben nicht geht und die CDU ... nun, die CDU hält die Bratwurst für die höchste kulturelle Errungenschaft.   Deshalb: lasst uns diese Kulturbanausen aus der Staatskanzlei fegen und lasst uns die Bedeutung des Wortes Kultur in diesem Land aufleben lassen!   Ich bin bereit dazu und bitte euch um euer Vertrauen! Vielen Dank!   Mehr...

 
30. März 2014 Tagebuch

Landesliste

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29. März 2014 Aktuell

Bodo Ramelow zum Spitzenkandidat gewählt

Mit überzeugender Mehrheit wurde Bodo Ramelow zum Spitzendkandidat der Thüringer LINKEN für die Landtagswahl gewählt. Zu den ersten Gratulanten gehörten die ehemaligen Kumpel der Kaligrube in Bischofferode. Auf die ersten vier Listenplätze wurden Bodo Ramelow, Susanne Hennig-Wellsow, Margit Jung und Christian Schaft gewählt. Mehr...

 
23. März 2014 Tagebuch

Landesparteitag

Heute bin ich als Gast beim Landesparteitag der Linken Thüringen in Sömmerda. Mit großer Mehrheit wurde unser Landtagswahlprogramm beschlossen. Thüringen sozial regieren! Wenn nicht jetzt eine Veränderung, wann dann? Mehr...

 
22. März 2014 Tagebuch

Bundesausschuss

Auch beim Bundesausschuss der Linken vom 22. bis 23. Februar in Dresden war ich als Ersatzdelegierte dabei. Unter anderem wurde auch das Transatlantische Handelsabkommen (TTIP) besprochen. Gut so! Mehr...

 
22. März 2014 Aktuell

Landesparteitag DIE LINKE. Thüringen beschließt Wahlprogramm

Am Sonnabend, den 22.03.2014 führte DIE LINKE. Thüringen im Volkshaus Sömmerda den Parteitag zur Beschlussfassung des Landtagswahlprogramms für die Landtagswahlen im September 2014 durch. „Der Grundstein für den Politikwechsel im September wird heute gelegt“, so Susanne Hennig, die Landesvorsitzende der Partei DIE LINKE. Thüringen auf dem Parteitag. Mehr...

 
19. März 2014 Tagebuch

Die Große Anfrage

Wir haben als Landtagsfraktion die Große Anfrage „Kulturland Thüringen – Finanz und Ausblick“ an die Landesregierung eingereicht. Die fast 150 Fragen zu allen Themen und Sparten des Kulturlandes Thüringens kamen bei den Kulturschaffenden und Künstlerinnen und Künstlern sehr gut an. Wir erhoffen uns noch Antworten vor der Sommerpause, denn Kultur ist ein wichtiger landespolitischer Auftrag, der viel zu lange unter Joch der Freiwilligkeit litt. http://www.parldok.thueringen.de/ParlDok/dokument/51801/kulturland-th%C3%BCringen-bilanz-und-ausblick.pdf Mehr...

 
17. März 2014 Tagebuch

Wahlbüro und Stadtvorstand

Der Veranstaltungsmarathon geht weiter! Das Wahlbüro konstituiert sich heute um 16.30 Uhr und direkt im Anschluss tagt der Vorstand des Stadtverbandes der Linken in Nordhausen in Vorbereitung auf die anstehende Kommunalwahl. Mehr...

 
16. März 2014 Tagebuch

Thüringenausstellung

Auch zur Thüringenausstellung am Stand der Linken war ich natürlich vertreten. So hatte ich die Möglichkeit mit vielen Bürgern ins Gespräch zu kommen. Die einhellige Meinung: Wir hoffen auf einen Führungswechsel in Thüringen! Das gibt doch Mut für die Landtagswahl im September. Mehr...

 
15. März 2014 Tagebuch

Kopofor

Um 10 Uhr beginnt heute die Veranstaltung „Mitbestimmen in der Kommune“ mit Frank Kuschel (MdL) und dem Kommunalpolitischen Forum. Dabei wurde gerade den neuen angehenden Kommunalpolitikern das kleine „Ein-Mal-Eins“ der Kommunalpolitik beigebracht. Es war eine schöne Veranstaltung mit viel Input und es hat uns allen viel Lust darauf gemacht, uns in der Kommunalpolitik zu engagieren! Mehr...

 

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