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Torsten Wolf

Kritik des Lehrerverbandes über zu viel Wirtschaft an Schulen entbehrt jeder Grundlage

Die Kritik des Thüringer Lehrerverbandes (TLV) über angeblich zu lockere Bestimmungen an Thüringer Schulen, die das Engagement von Wirtschaftsunternehmen betreffen, weist der Bildungspolitiker der Linksfraktion, Torsten Wolf, zurück. Der Lehrerverband hatte der Landesregierung vorgeworfen, die Thüringer Schulen mit dem Problem des Engagements von Wirtschaftsunternehmen im Bereich Schule allein zu lassen. „Dieser Vorwurf des Lehrerverbandes entbehrt jeder Grundlage“, so der Abgeordnete, der auf eine heute veröffentlichte Pressemitteilung reagiert.

„Im Zuge der Erarbeitung des Thüringer Schulgesetzes hat der Thüringer Lehrerverband alle Möglichkeiten ausgelassen, sich an der Arbeit zu beteiligen und seine Schwerpunkte in die Gesetzeserarbeitung einzubringen. Ungeachtet dessen sollte man aber das geltende Schulgesetz zur Kenntnis nehmen“, betont Wolf. Dort heißt es in § 56 Absatz 3 eindeutig: „Kommerzielle Werbung… ist in der Schule grundsätzlich nicht zulässig.“

„Die Regelungen des neuen Thüringer Schulgesetzes sind sogar klarer als die vieler anderer Bundesländer“, fügt Wolf an. Was die Kooperation mit außerschulischen Partnern, unter anderem mit Betrieben, angeht, habe das Schulgesetz die Befugnisse der Schulkonferenzen gestärkt. Dort entscheiden Eltern, Lehrer und Schülervertreter gemeinsam, auf welche Weise und in welchen Projekten mit Firmen zusammengearbeitet wird. Dazu Torsten Wolf: „Um die Berufsorientierung und praktische Ausrichtung des Unterrichts zu stärken, sind wir als LINKE sogar für eine möglichst enge Kooperation der Schulen mit ortsansässigen Firmen - natürlich immer zum Nutzen des Bildungsauftrags der Schule. Was der TLV betreibt, ist Panikmache und entbehrt an den Thüringer Schulen vollkommen der Grundlage.“