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Standortschließung bei Eaton ist inakzeptabel – LINKE kämpft für neue Perspektiven

Katja Mitteldorf, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Linksfraktion im Landtag und Mitglied des Stadtrates in Nordhausen, erklärt: „Trotz aller Bemühungen der IG Metall ist der auch von unserer Fraktion unterstützte Arbeitskampf zum Erhalt des Standortes an puren Profit-Entscheidungen in einer fernen Unternehmenszentrale gescheitert. Das Fördermittel-Hopping und die Gewinnmaximierung um jeden Preis – wie jetzt bei der Produktionsverlagerung von Eaton ins Ausland – sind für mich absolut inakzeptabel. Unternehmerische Verantwortung für die Belegschaft und die Standortregion, in der man jahrelang Gewinne erzielte, sieht aus meiner Sicht wirklich anders aus!“

Der wirtschaftspolitische Sprecher der Landtagsfraktion DIE LINKE, Andreas Schubert, stellt beunruhigt fest: „Die Werksschließungen in der Automotive-Industrie Thüringens haben bereits zu einem gravierenden Arbeitsplatzverlust geführt. Hinsichtlich angekündigter Werksschließungen wird diese bedenkliche Entwicklung fortschreiten. Dies geht an die Substanz einer strukturbestimmenden Industrie im Freistaat. Das Muster all dieser Entscheidungen - wie in Gerbershausen bei Norma, in Mühlhausen bei Conti oder jetzt auch in Nordhausen - folgt einer fatalen Logik: ‚Erst absahnen, dann Standorte schließen.‘  Die Schließung von Eaton in Nordhausen belegt einmal mehr, wie wichtig  eine Thüringer Transformationsstrategie für diesen Industriezweig ist. Diese zu erarbeiten geht nur unter Einbeziehung der Belegschaften.“

DIE LINKE hat im Landtag in der Haushaltsdebatte für 2021 die Forderung nach einem sozialen und ökologischen Transformationsfonds thematisiert, mit dem der Strukturwandel  der Automotive-Industrie begleitetet werden soll. Dazu gehört eine Transformationswerkstatt, in der das Anliegen der Branche Gehör finden soll und die eine Vielzahl von Akteure – Arbeitgeber, Arbeitnehmer, Gewerkschaften, Verbände, Wissenschaft und Umweltinitiativen -  an einem Tisch versammelt. Zudem ist eine Weiterbildungsoffensive für Beschäftigte mit Haushaltsmitteln im Budget für 2021 untersetzt. Alle Kompetenzen und Möglichkeiten des Landes müssen mobilisiert werden, um neue Wertschöpfungsketten – z.B. mit der Implementierung der Wasserstofftechnologie – in Thüringen zu befördern.

„Es geht um eine nachhaltige Perspektive für Industriearbeitsplätze in Verbindung mit einer sozial-ökologischen Transformation. Neue Technologien bieten neue Chancen, die jetzt aktiv genutzt werden müssen, um Thüringens Automotive-Industrie fit für die Zukunft zu machen, statt nur verlängerte Werkbank von globalen Konzernen zu sein“, sind sich Mitteldorf und Schubert einig.


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