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Equal Pay Day: Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern bei 21 Prozent

 „Die Lücke von 21 Prozent zwischen den durchschnittlichen Bruttostundenlöhnen von Männern und Frauen hat mehrere Ursachen. Es kommt zum Beispiel durch familiäre Verpflichtungen wie Kindern oder zu pflegenden Angehörigen zu Erwerbsunterbrechungen und Teilzeitarbeit“, erklärt die stellvertretende Fraktionsvorsitzende DIE LINKE.im Thüringer Landtag, Katja Mitteldorf. „Die Auswirkung aber bleibt immer gleich: Frauen bekommen für ihre Erwerbsarbeit weniger Lohn. Dies führt auch zu einem höheren Risiko der Altersarmut“, beschreibt Mitteldorf die Relevanz des Equal Pay Day.

Der prozentuale Lohnunterschied, auch als Gender Pay Gap bezeichnet, wird durch verschiedene Faktoren bestärkt. „Die Kritik an der Lohnlücke muss auch die strukturellen Ungleichheiten in unserer Gesellschaft und auf dem Arbeitsmarkt einschließen und fragen, warum diese bestehen.“ so Mitteldorf weiter. Neben der Erwerbsarbeit tragen Frauen immer noch die Hauptlast der unbezahlten Arbeit in Familie und Haushalt. Diese geschlechterspezifische Verteilung wirkt sich nicht nur darauf aus wie viel Kapazität eine Frau in die Erwerbsarbeit einbringen kann, sondern auch darauf welcher Arbeit welcher Wert zugewiesen wird.

Die Arbeitsanforderungen von Sorge, Erziehung und Pflege werden als gering eingestuft und den Frauen wird die Ausübung dieser Tätigkeiten rollenspezifisch und „natürlich“ zugeschrieben, dadurch hinkt die monetäre und gesellschaftliche Anerkennung hier hinter anderen Berufsfeldern hinterher und führt zu einer strukturellen Ungleichheit. „Um zu einer Schließung der Lohnlücke zu kommen, muss auch ein Umdenken bei der geschlechterspezifischen Verteilung von privater Sorge, Pflege und Erziehung erfolgen, damit es nicht immer die Frauen sind, die deswegen beruflich zurück stecken müssen. Außerdem müssen diese Tätigkeiten eine Aufwertung erfahren. Für die Umsetzung von Lohngerechtigkeit fordert DIE LINKE ein Verbandsklagerecht.“, benennt die direktgewählte Abgeordnete die politischen Forderungen.