Rauchwolken über Thüringen
Mündliche Anfrage der Abgeordneten Wolf - Drucksache 5/2398
Rauchwolken über Thüringen
Verärgerte Bürger, u. a. aus Möbisburg, wandten sich am 8. März dieses Jahres an unsere Fraktion, um über extreme Belästigungen durch Rauchschwaden zu informieren. Auch ich selbst konnte mich in der Nähe von Gotha davon überzeugen. Am darauffolgenden Tag berichteten Medien, dass die Rauchentwicklung auf das Abbrennen von Grünschnitt auf dem Truppenübungsplatz Ohrdruf zurückzuführen war. Die "Thüringer Allgemeine" vom 9. März sprach in diesem Zusammenhang nicht ohne Ironie von "artenschutzrechtlichen Maßnahmen" und "vorbeugendem Brandschutz".
Ich frage die Landesregierung:
1. Welche Maßnahmen auf dem Truppenübungsplatz Ohrdruf wurden von wem und auf welcher rechtlichen Grundlage genehmigt?
2. Hatte nach Kenntnis der Landesregierung das zuständige Landratsamt Gotha Alternativen zum Verbrennen geprüft, wenn ja, welche und warum wurden diese verworfen?
3. Wurden während und nach dem Abbrennen Messungen von Schadstoffkonzentrationen in der Luft und in Böden vorgenommen, wenn ja, welche Ergebnisse erbrachten diese?
4. Welche Aussagen kann die Landesregierung über den Grad eines möglichen Gesundheitsrisikos für die Bevölkerung treffen, die mit den Folgen des Verbrennens konfrontiert war?
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