70. Jahrestag der Befreiung von Mittelbau-Dora
„Es ist immer wieder überwältigend den Berichten der ehemaligen KZ-Häftlingen zu zuhören. Unvorstellbar welche Gräueltaten und menschenunwürdige Zustände sie erlebt haben.“ Sagt Katja Mitteldorf in der Nachbetrachtung zur Gedenkveranstaltung der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora anlässlich des 70. Jahrestags der Befreiung.
Hier wurde am vergangenem Montag zusammen mit 15 Überlebenden und ihren Familien an die vielen Toten des KZ-Mittelbau-Dora und die schrecklichen Taten der Wachmannschaften erinnert. Vier der ehemaligen Häftlinge schilderten ihr Überleben in Dora und auf den Todesmärschen im April 1945 in bewegenden Berichten. Oto Konstein aus Kroatien verlor seine Mutter und Schwester in Auschwitz und überlebte selbst nur da er den Rat eines älteren Häftlings annahm und sagte er sei bereits 17 statt 15 Jahre alt. Dadurch galt er als arbeitstauglich und arbeitete in Dora im Stollen, statt in der Gaskammer zu sterben.
„Das Geschehene darf nie vergessen werden und wir müssen alles dafür tun, dass sich dieser Teil der Geschichte nie wieder wiederholt.“ so Katja Mitteldorf mit Blick auf Gruppierungen wie Pegida und den aktuellen Geschehnissen in der Welt.
