Ausgang der Wahl nimmt mich mit
Wohin steuern die USA? Schon vor dem Ausgang der Präsidentschaftswahl mit einem aus europäischer Sicht fast überraschenden Sieger Donald Trump habe ich diese Frage auf einen Veranstaltungsflyer geschrieben. Mir scheint, nun wird die Frage noch ein wenig drängender – auch in Bezug auf Europa. Was bedeutet das für uns? Diese und andere Fragen diskutieren wir gemeinsam mit der in den USA lebenden Thüringerin Ines Leukefeld-Hübner. Sie hat den Wahlkampf hautnah miterlebt und wird am 22. November um 18 Uhr im Lesesaal des Bürgerhauses ihre Erfahrungen berichten. Dafür eine herzliche Einladung!
Persönlich nimmt mich der Ausgang der Wahl sehr mit, gerade weil ich seit vielen Jahren enge Verbindungen in die USA habe. Aber es wäre falsch zu glauben, dass es nicht auch absehbar gewesen wäre. Dafür müssen wir gar nicht erst über den großen Teich gucken, sondern erleben die Mechanismen, mit denen Ängste instrumentalisiert werden und die auch daraus resultierende verstärkte Polarisierung in der Gesellschaft auch hier vor Ort. Der Blick in den „Thüringen-Monitor“, eine jährlich erhobene Studie zu Meinungen und Situation der Thüringerinnen und Thüringer, offenbart dies auch wieder. Die diesjährige Studie wird uns am Freitag auch im Plenum beschäftigen, denn der Ministerpräsident hat eine Regierungserklärung dazu angekündigt.
Nächste Woche findet die erste rot-rot-grüne Kulturwerkstatt als ein weiterer Baustein im Erarbeitungsprozess eines Kulturgesetzes statt. Der Anmeldungsstand und die Zusage von Olaf Zimmermann, dem Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, zeigen, für wie wichtig und sinnvoll dieses Vorhaben gehalten wird. Kulturpolitik ist Gesellschaftspolitik und meine Hoffnung ist, dass ein solches Gesetz einen positiven Prozess für Thüringen anstoßen kann, der weit über die Frage der Kunstförderung hinausgeht.
