"Besinnen wir uns auf die Menschlichkeit"
Dieses Jahr ist der Landtagsablauf irgendwie ein wenig aus dem Rhythmus. Normalerweise haben wir das letzte Plenum ja immer ziemlich genau die Woche vor Heiligabend. Deshalb hatte ich Zeit, mich ein wenig um meine Gesundheit zu kümmern und konnte einen kleinen medizinischen Eingriff machen lassen, der lange geplant war und einfach sein musste. Die Genesungsphase hätte ich mir in Anbetracht der Anschläge in Berlin, Zürich, Ankara und des grausamen Krieges in Aleppo und andernorts allerdings doch etwas anders vorgestellt. Aber wissen Sie was? Mit jedem Hetzen, jedem Ausgrenzen und jeder Schuldzuweisung spielen wir den Menschen in die Hände, die genau das zum Ziel haben. Denn Terror, Krieg und die bewusste Schädigung von menschlichem Leben überall auf dieser Welt hat immer auch eine Entzweiung der Gesellschaft im Sinn. Geben wir dem bitte nicht nach, sondern besinnen wir uns auf die Menschlichkeit, die uns verbindet. Immer.
Die Botschaft des Miteinanders, des Respekts, des Zusammenhalts und der Besonnenheit ist nicht nur, aber auch zu Weihnachten eine ganz wichtige. Zum Glück werden die Tage nun auch wieder länger, es braucht mehr Licht - im doppelten Sinne.
Während der anstehenden Feiertage hoffe ich, dass Sie im Kreise Ihrer Lieben zur Ruhe kommen können. Mein Dank gilt wie immer den Menschen, die auch während dieser Zeit arbeiten müssen, zum Beispiel bei der Polizei, der Feuerwehr, im Krankenhaus, im Pflegeheim. Ohne sie könnten wir nicht sorgenfrei leben.
Nach den Weihnachtsfeiertagen werde ich mir in Erfurt dann die Zeit nehmen, lang Liegengebliebenes abzuarbeiten, die Abläufe auf das neue Jahr einzustellen und endlich meine Bilanzbroschüre für das Jahr 2016 fertig zu stellen.
Bis dahin bleibt mir nur zu sagen: fröhliche Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr! Passen Sie gut auf sich auf!

