Ein Besuch in den USA
Die letzte Woche war ich gemeinsam mit Ministerpräsident Bodo Ramelow, Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee und einer 40-köpfigen Wirtschaftsdelegation in den USA. Dort haben wir an verschiedenen Orten nicht nur für den Freistaat geworben und uns dabei mit Bach, Bauhaus und auch dem Reformationsjubiläum präsentiert. Wir haben auch Kooperationen zwischen Thüringer und amerikanischen Unternehmen angestoßen, vertieft oder überhaupt das erste Mal sichtbar gemacht. Die USA sind - bei allen politischen Unwägbarkeiten - ein wichtiger Handelspartner für Thüringen, denn die Investitionsgröße ist mehr als beachtlich.
Für mich war es die erste offizielle Delegationsreise und ich kann nur sagen, ich verneige mich vor den Menschen, die seit über einem Jahr den Ablauf und jedes Detail bis auf die Minute genau geplant haben. Diese Reise war alles andere als Urlaub, das war tatsächlich harte Arbeit. Während ich als eine von vier mitreisenden Abgeordneten durchaus auch mal kurz Luft holen konnte, waren vor allem die Kollegen Ramelow und Tiefensee permanent gefragt. Vor dieser Ausdauer hatte ich wirklich großen Respekt. Übrigens war Nordhausen insgesamt im Rahmen der Delegation sehr gut vertreten. Das war schön zu sehen.
Inmitten der eng getakteten Termine erreichte mich dann die sehr traurige Nachricht von Martin Höfers plötzlichem Ableben. Das hat mich persönlich sehr mitgenommen, denn Martin Höfer war einer der ersten Menschen, die ich nach meinem Umzug nach Nordhausen kennen lernen durfte und der mich hier mit offenen Armen willkommen geheißen hat. Mein Mann und ich haben unsere Hochzeit vor fast 11 Jahren bei ihm (und wegen ihm) im Stepel gefeiert. Sein Humor, sein Schalk und auch seine Stachel werden fehlen.
In der nächsten Woche ruft schon wieder das dreitägige Plenum, bei dem wir neben einer Regierungserklärung zur Bildungspolitik endlich auch den lange vorbereiteten Antrag zum Erhalt und zum Ausbau der Künstlersozialkasse behandeln werden.
