Gegen geheim verhandelte Abkommen
Am Samstag war ich eine von Hundertausenden in Berlin, um gegen die Freihandelsabkommen der EU mit den USA und Kanada zu protestieren. TTIP und CETA werden uns alle direkt betreffen. Ich persönlich schließe mich der Meinung von über 3 Millionen Menschen an, die Unterschriften gegen diese im Geheimen verhandelte Abkommen gesammelt haben, dass TTIP die europäischen Standards z. B. in Sachen Verbraucher-, Tier- und Datenschutz senken und Konzernen durch eine „Investitionsschutzklausel“ immense Einflussnahme ermöglichen wird - vorbei an allen Parlamenten! So eine Klausel gibt es bereits in anderen Abkommen, worauf sich auch Vattenfall beruft und daher gerade Deutschland auf 4,7 Milliarden Euro Schadensersatz wegen des Atomausstiegs verklagt! Wer wird wohl für die Summe aufkommen, wenn Unternehmen zukünftig vor unabhängigen Schiedsgerichten Recht bekommen?
Bitte informieren Sie sich unter www.campact.de.
Während der Ferien haben sich die Sitzungen im Landtag etwas gelichtet, so dass ich in Nordhausen und Heiligenstadt, wo ich ein Büro mitfinanziere, unterwegs sein kann. Letzten Montag war ich zum Beispiel beim Jugendsozialwerk und habe mir den integrativen Kindergarten, die „Plauderstube“ und das Familienzentrum angesehen.
Der Vorteil ist bei so etwas immer, dass das Erleben dessen, wofür man auch auf Landesebene Voraussetzungen schafft, den so dringend benötigten Praxisbezug herstellt. Deshalb bin ich immer sehr dankbar dafür, wenn Menschen mich konkret und konstruktiv auf Dinge hinweisen oder Fragen stellen. Ich kann Sie nur immer weiter ermuntern: egal ob oder wen Sie gewählt haben, nutzen Sie die Möglichkeit und teilen Sie den Abgeordneten auf allen Ebenen mit, wo es aus Ihrer Sicht klemmt. Stellen Sie Fragen! Ein konstruktiver Austausch ist, finde ich, allemal zielführender als Schweigen, das dann irgendwann zu Wut oder viel schlimmer noch zu einer Egal- Haltung führt.
