Nordhausen zeigt sich weltoffen
Haben Sie es gemerkt? Vor zwei Wochen ist an dieser Stelle wohl ein kleines Missgeschick passiert: anstatt einer neuen wurde noch einmal die vorletzte Kolumne abgedruckt. Wer wissen möchte, worüber ich vor 2 Wochen eigentlich geschrieben habe, kann das gern auf meiner Homepage unter www.katja-mitteldorf.de nachlesen.
Als am Montag 50 Flüchtlinge bei uns in Nordhausen ankamen, war ich begeistert über die Professionalität, mit der in kürzester Zeit eine Übergangslösung zur Unterbringung gefunden wurde. Ich möchte mich an dieser Stelle deshalb auch ganz herzlich bei unserem Landrat, der Service - Gesellschaft des Landkreises, der gesamten Verwaltung, dem Deutschen Roten Kreuz, der Polizei und beim Verein Schrankenlos e.V. bedanken. Ebenso bedanken möchte ich mich bei den vielen Nordhäuserinnen und Nordhäusern, die sich aus Solidarität mit den Geflüchteten vor der Unterkunft eingefunden haben, als sich Rechtsextreme vor dem Rathaus sammelten, um dann ausländerfeindliche Parolen skandierend durch Nordhausen zu marschieren.
Nordhausen ist und bleibt bunt und es freut mich, eine Welle der Hilfsbereitschaft zu erleben. Wenn Menschen mir schreiben, dass sie gern Kontakt zu Flüchtlingen haben möchten, dass sie helfen möchten, dass sie zeigen möchten, dass die Geflüchteten hier willkommen sind, dann macht mich das sehr froh. So habe ich Nordhausen kennen und lieben gelernt: weltoffen und tolerant.
Im Landtag hat der politische Alltag auch auf anderen Gebieten wieder Fahrt aufgenommen. Noch in diesem Monat soll neben dem Leitbild einer Verwaltungs,- Funktional- und Gebietsreform für Thüringen auch der Entwurf des Doppelhaushaltes 2016/2107 in den Landtag eingebracht werden. Das nächste Plenum steht auch in der nächsten Woche an.
Seit letzter Woche bin ich in einer neuen, ehrenamtlichen Funktion: ich bin zur Vorsitzenden des Jugendkunstschule Nordhausen e.V. gewählt worden und freue mich sehr auf diese Aufgabe - gemeinsam mit einem engagierten Vorstand.
