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Politiker sitzen wirklich viel rum

Manchmal denke ich sehr lange darüber nach, worüber ich hier schreibe. Nicht, dass ich nichts erleben würde - im Gegenteil. Aber zu großen Teilen bin ich in Sitzungen und Telefonkonferenzen oder -interviews. Sicher alles nicht sehr spannend für Sie, aber es reicht um ein Politikerklischee zumindest im Ansatz zu erfüllen: „Die werden fürs Rumsitzen bezahlt.“ Aber beim „Rumsitzen“ durchaus etwas Produktives heraus. Davon können Sie sich beim Plenum nächste Woche wieder überzeugen.

Bis dahin gibt es aber durchaus noch ein paar Highlights. Zum Beispiel könnten Sie doch am Montag, den 22. Februar gemeinsam mit der Jugendkunstschule Nordhausen ihre Mittagspause am Dreistreif-Gebäude in Salza verbringen. Denn dort wird dieses für unsere Stadt zeithistorisch wertvolle Gebäude um 12.30 Uhr künstlerisch verabschiedet. Als Vorsitzende der Jugendkunstschule freue ich mich besonders, dass die Künstlerin Lena Schirrmeister uns als Partner gewählt hat für dieses Projekt.

Im Wahlkreisbüro bereiten wir unsere erste Lesung vor. Der Philosoph und Autor Gunnar Decker liest aus seinem Buch „1965 - Der kurze Sommer der DDR“, in dem er anhand von Künstlerbiographien den Beginn der inneren Erosion der DDR beschreibt, die in der 1989 ihren Höhepunkt erreichte. Ein tolles Extra hat uns das Schicksal selbst beschert: Gunnar Decker und mein Mann Matthias Mitteldorf kennen sich gut. Deshalb können wir im Anschluss an die Lesung ein sicher interessantes Gespräch zwischen den Beiden beobachten. Passenderweise wird dieser Abend am 15. März in der Flohburg stattfinden, in der zu dieser Zeit noch die Wanderausstellung der Gedenkstätte Andreasstraße, dem ehemaligen Stasi- Knast in Erfurt, zu sehen sein wird. Ich erhoffe mir einen sehr diskursiven und auch streitbaren Austausch und lade Sie schon jetzt sehr herzlich dazu ein.

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