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Region Nordhausen im Nachteil

Wenn nun in Nordhausen die Weihnachtsmärkte öffnen und es nach Glühwein duftet, wir uns um das Nordhäuser Theater drängen, um beim traditionellen Adventskalender dabei zu sein, wird sicher viele von uns auch wieder ein besinnliches Gefühl beschleichen. Das ist auch gut so.

Wie selbstverständlich gehört das Theater zu uns, nicht nur zur Weihnachtszeit. Dieses Gefühl konnte ich am Dienstag auch aus dem Bürgerdialog zur Theaterzukunft mit nach Hause nehmen. Die Fördervereine vom Theater und dem Loh-Orchester hatten zu einer Begegnung  geladen, um das vom Kulturminister Hoff vorgestellte Papier „Perspektive 2025“ zu diskutieren. Ich fand die Diskussion sehr konstruktiv und zielgerichtet.  Wir haben wirklich einen Vorteil: wir sind uns hier alle einig, dass wir das Theater brauchen und wollen –mit Ballettsparte. Sehr offen wurde dabei auch die Möglichkeit einer erweiterten Kooperation mit Eisenach diskutiert.  Dabei geht es  auch darum, die Zuwendungen des Freistaats Thüringen neuen Gegebenheiten anzupassen. Unsere Region ist im Vergleich zum Rest Thüringens auch in der Kulturfinanzierung strukturell benachteiligt. Für viele Anwesende war diese Information neu, aber dieser Trend ist real über Jahrzehnte gewachsen.

Darüber hinaus ärgert mich, dass die Stadt Nordhausen nach wie vor keinen Bescheid hat, ob und in welcher Höhe es mit Bedarfszuweisungen rechnen kann. Diese Entscheidung obliegt dem Landesverwaltungsamt und auch nach mehreren Nachfragen meinerseits habe ich keine Antwort erhalten. Nun erzwinge ich eine Antwort am Freitag im Plenum. Ich  hoffe aber, dass vielleicht doch noch eine Aussage kommt. Nordhausen als größte kreisangehörige Stadt ist Motor dieser Region, der ohne Benzin einfach nicht laufen kann.

Nun, die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt und das nicht nur zur Weihnachtszeit. Auch das ist gut so.  Ich wünsche Ihnen und Ihren Lieben einen schönen, ersten Advent!

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