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Schulnoten werden nicht abgeschafft

Am vergangenen Mittwoch machten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 4b der Bertolt-Brecht-Schule in Nordhausen einen Ausflug in den Thüringer Landtag.

Nachdem die Kinder in den Räumen der Fraktion DIE LINKE. eigene Fraktionen gegründet und sich einen Parteinamen gegeben hatten, diskutierten sie in den Fraktionssitzungen über den 1. Tagesordnungspunkt der Kinderplenarsitzung zum Thema „Sollen die Schulnoten 1 bis 6 abgeschafft werden?“

Eine Stunde hatten sie hierfür Zeit, denn der Tagesplan war eng gesteckt. Nun ging es erstmal mit dem Besucherdienst des Thüringer Landtags in den großen Plenarsaal, nachdem die Kinder über das Verhalten im Sitzungssaal belehrt wurden, nahmen sie auf den Stühlen der „großen“ Politiker Platz. Natürlich wurde da erstmal unter die metallenen Platten mit dem Namen eines jeden Politikers geschaut, da verbargen sich aber nur Anschlüsse für Computer oder Tablet. Interessanter waren da schon die Stühle, einmal um die eigene Achse drehen, runter und hoch „fahren“, dann wurde die Aufmerksamkeit wieder auf die nette Dame vom Besucherdienst gerichtet. Warum ist hier so viel Glas? Was machen die Politiker eigentlich in diesem Saal? Und wie viele Einwohner hat Thüringen? Waren einige Fragen die geklärt wurden. Auch was eigentlich diese Abkürzung hinter allen Namen auf den Tischen heißt wurde enträtselt, nach kurzem raten kamen die Kinder auch auf die Lösung nicht „Ministerium des Landtags“, nein „Mitglied des Landtags“ heißt es.

Die Stunde verflog viel zu schnell, aber für die Schülerinnen und Schüler kam jetzt der eigentliche Höhepunkt. Katja Mitteldorf eröffnete als Präsidentin des Thüringer Landtags die 1. Sitzung des Kinderparlaments. Zwei Schriftführer wurden gewählt und traten sogleich ihren Sitzungsdienst an. Der erste Tagesordnungspunkt wurde aufgerufen und die Fraktionen äußerten ihre Meinungen und brachten Änderungsanträge zur Vorlage ein. Einig waren sich fast alle in den einzelnen Fraktionen, ohne Schulnoten geht es nicht. Man einigte sich allerdings darauf die Note 6 abzuschaffen, da Kinder sich sehr schlecht fühlten, wenn sie diese Note bekamen. In der Abstimmung erhielt dieser Vorschlag dann auch die überwiegende Mehrheit.

Nun wurde noch ein zweiter Punkt angesprochen, die Verlängerung der Schulferien. Dieser Antrag wurde von der Fraktion Der Potters eingebracht. Mitglieder der Fraktion Kinder sind Menschen unterstützten den Antrag teilweise, sie forderten die Verlängerung der Winterferien um zwei Wochen. Nachdem die Ministerpräsidentin die Abgeordneten darauf hingewiesen hat, dass es unter diesen Bedingungen schwierig wird den Lehrplan zu erfüllen, wurde vorgeschlagen, die Schulstunde von 45 auf 60 Minuten zu verlängern und dafür nur noch drei oder maximal 4 Stunden pro Tag zu haben, sowie die Pausenzeiten auszudehnen. Die Fraktion der coolen Thüringer war mit der Verlängerung der Pausenzeiten nicht einverstanden, der Aufenthalt in der Schule würde sich damit verlängern.

Am Ende der Debatte gab die Ministerpräsidentin zu bedenken, sollte man eine Unterrichtsstunde auf 60 Minuten ausdehnen, aber noch weniger Unterrichtsstunden am Tag haben und einer Verlängerung der Winterferien zustimmen, wäre der Lehrplan nicht mehr zu schaffen und es müsste überlegt werden, um wie viele Jahre die Schulzeit ausgedehnt werden muss, um alle Inhalte zu vermitteln.

Auch die Fraktion New York City stimmte der einwöchigen Verlängerung der Winterferien einmütig zu, die Schulstunde wird allerdings weiterhin 45 Minuten haben. Damit wurden alle Punkte der Tagesordnung beraten und die Sitzung durch die Präsidentin Katja Mitteldorf geschlossen.

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