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Stichhaltige Argumente für Kreissitz

Krankheitsbedingt sind wir im Vorstand der Landtagsfraktion gerade personell ziemlich ausgedünnt, so dass ich nicht nur inhaltlich Kollegen vertreten musste, sondern mich auch verstärkt um organisatorische Dinge zu kümmern hatte.

Trotzdem war es mir wie jedes Jahr eine persönliche Verpflichtung der Befreiung der Konzentrationslager Buchenwald und Mittelbau-Dora zu gedenken. In Weimar und Nordhausen wurde in diesem Jahr besonders schmerzlich bewusst, wie wenig Zeit wir noch mit Zeitzeugen haben. Es liegt an uns allen, die Erinnerung an das dunkelste Kapitel unserer Geschichte aufrecht zu erhalten und darüber hinaus aktuellen Bestrebungen in diese Richtung entschieden entgegen zu treten. „Es ist passiert. Es kann wieder passieren!“ steht auf einem Aufkleber, den der Verein Jugend für Dora e.V. auf die Straße gebracht hat. Dass diese Mahnung noch am selben Tag entfernt und in einen Papierkorb geschmissen wurde, bestätigt für mich, wie wichtig es ist, zu erinnern und sich dieser Gefahr bewusst zu sein.

Ende April ist der mit einiger Spannung erwartete Gesetzentwurf aus dem Innenministerium angekündigt, in dem die zukünftigen Kreisstrukturen nebst Kreissitz beschrieben sein werden. Verabschieden werden wir ein Gesetz dazu aber erst im Herbst - nach intensiven und sicher auch emotionalen Beratungen im Landtag dazu. Sehr gut ist,  dass der überfraktionelle Brief des Nordhäuser Stadtrats diese Woche in den Postfächern aller Landtagsabgeordneten war. Wir Nordhäuser haben sehr stichhaltige Argumente für einen Anspruch auf den Kreissitz. Gut, dass wir uns in diesem Punkt im Stadtrat und auch im Kreistag alle einig sind! Einigkeit bedeutet Verhandlungsstärke.

Im Moment aber wünsche ich Ihnen und Ihren Lieben erst einmal frohe Ostern und ein paar entspannte Tage mit hoffentlich frühlingshaften Temperaturen.

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