Vorfreude auf Antrittsbesuch bei Keller
Ich wünsche Ihnen und Euch ein gesundes, neues Jahr mit viel Motivation und Gelassenheit für alles, was da kommen mag. Vor allem aber wünsche ich uns allen immer ein Lachen im Herzen, denn damit lässt sich doch vieles etwas leichter meistern.
Diese Erkenntnis hat mir auch durch den ersten Monat als Mitglied einer Regierungsfraktion geholfen, der erwartungsgemäß nicht ohne war. Aber so langsam legt sich alles und die Ministerien und Fraktionen haben ihre Arbeit aufgenommen.
Die Landtagsausschüsse werden sich in diesem Monat konstituieren und die ersten inhaltlichen Termine in den Ministerien habe ich schon hinter mich gebracht. Der Antrittsbesuch bei Ministerin Keller steht allerdings noch aus, aber auf diesen freue ich mich - zugegeben - doch ganz besonders. Schließlich verbindet uns beide mehr als nur die Arbeit.
Dennoch blicke ich noch immer sprachlos auf das letzte Jahr zurück, in dem so unendlich viel geschehen ist, dass ich es manchmal kaum glauben mag. Es passiert mir auch noch immer, dass ich in die Fraktion komme und wirklich für ein paar Sekunden ausblende, dass ich keine Mitarbeiterin mehr bin. Ich vergesse es schlichtweg. Das mag vielleicht komisch klingen, aber ich hoffe auch, dass ich mir das im Trubel des politischen Alltags noch lange bewahren kann. Ich bin nicht besser oder schlechter als jeder andere Mensch auf dieser Welt, nur weil ich Landtagsabgeordnete bin. Aber es ist schon so, dass ich jetzt anders betrachtet werde - im Positiven wie im Negativen übrigens.
Ich musste über den Jahreswechsel auch lernen, Schmähbriefe nicht persönlich zu nehmen. Immer wieder muss ich lesen, dass ich als „Stasi- Spitzel“ und „SED- Bonze“ nichts im Landtag verloren habe. Wir erinnern uns: ich bin 1985 geboren.
Ich wünsche mir, dass das neue Jahr dazu führt, dass sich die erregten Gemüter beruhigen und der Landesregierung und dem Parlament mit konstruktiver (!) Kritik begegnet wird.
