Weiterbildung in einem Museum
Letzte Woche war ich bei meiner Kollegin Diana Skibbe in Greiz. Sie war, wie vielleicht einige von Ihnen noch wissen, lange Zeit auch die Wahlkreisabgeordnete hier in Nordhausen. Von ihr habe ich das Büro in der Barfüßerstraße übernommen. Nun hat sie ihren Wahlkreis wieder bei ihrem Wohnort und dort haben wir gemeinsam die Bibliothek besucht und waren auch im Museum Reichenfels. Letzteres liegt im beschaulichen Örtchen Hohenleuben und hat ein Nachwuchsproblem. Nach dem die Museumsleiterin in ihren verdienten Ruhestand gewechselt ist, fehlt es an qualifiziertem Personal (und dessen Finanzierung). Das Museum ist seither geschlossen.
Dieses Beispiel zeigt, wie wichtig nachhaltige Personalentwicklung in kulturellen und sozialen Einrichtungen und Institutionen ist. Dafür braucht es natürlich aber auch finanzielle Rahmenbedingungen und entsprechende Anreize. Deshalb finde ich es gut, dass wir auf Landesebene gemeinsam mit dem Museumsverband Thüringen ein Volontariatsprogramm entwickelt haben, welches diese Woche offiziell gestartet ist. Junge Wissenschaftler werden für jeweils zwei Jahre die Möglichkeit haben, sich in einem Museum weiterzubilden und ihre Fähigkeiten zu vertiefen. Das Ziel ist, sie danach fest in Thüringen übernehmen zu können. Auch Nordhausen profitiert von diesem Landesprogramm, was mich persönlich besonders freut.
Ich möchte Ihnen heute gern noch zwei Nordhäuser Highlights empfehlen: die grandiose Nabucco - Inszenierung unseres Theaters und die Ausstellung „Glück im Kunsthaus - Komische Kunst von Gerhard Glück“ im Kunsthaus Meyenburg. Beides würde sicher auch Ministerpräsidenten Bodo Ramelow interessieren, der am Freitag den Landkreis auf Einladung von Landrat Matthias Jendricke besucht. Leider ist dabei kein kultureller Termin vorgesehen. Schade eigentlich...
