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Wir brauchen die Mahnung der Zeugen

Wenn ich auf die letzte Woche blicke, dann war diese zum einen natürlich geprägt vom mahnenden Gedenken anlässlich des 70. Jahrestages der Befreiung des KZ Mittelbau- Dora. Noch sind wir in der glücklichen Situation, Zeitzeugen unter uns zu wissen, die von ihren unfassbaren Schicksalen im menschenverachtenden System der NS- Diktatur berichten können, die mahnen können. Die unsere Geschichte wachhalten können.  Wir brauchen diese Erinnerungen und die Auseinandersetzung damit gerade mehr denn je, wenn wir uns die aktuellen Entwicklungen in unserem eigenen Land und in ganz Europa anschauen. Es brennen wieder Flüchtlingsunterkünfte, Asylsuchende, die vor Krieg und Elend fliehen -  durch deutsche Rüstungsexporte und Militäreinsätze mit verursacht - werden zu Feindbildern erklärt.  Menschen, die sich für humanitäre Hilfe einsetzen, werden beschimpft, bedroht und verhöhnt. Die gesellschaftlichen Auseinandersetzungen sind in hohem Maße verroht. Es braucht das Mahnen und zwar immer und immer wieder.  Aber es braucht auch den entschiedenen Einsatz eines Jeden von uns, sich gegen Menschenfeindlichkeit einzusetzen. Denn es geht – damals wie heute – um Menschen!

Was uns als Menschen auch alle betrifft und leider viel zu wenig erkannt wird, sind die von der EU im Geheimen verhandelten Freihandelsabkommen wie TTIP, CETA und TISA. Dazu hatten wir diese Woche eine interessante Veranstaltung mit meinen Bundestagskollegen Sigrid Hupach und Ralph Lenkert. Ich finde, jeder sollte sich dringend darüber erkundigen und sich der europäischen Bürgerinitiative von www.campact.de anschließen, bei der schon über 1,5 Mio. Menschen unterzeichnet haben. Und nein, es geht nicht nur um die berühmt-berüchtigten Chlorhühnchen!  Eine ähnliche Bürgerinitiative hat übrigens damals die von der EU angedachte Privatisierung von Wasser verhindert und beweist: auch IHRE Stimme hat Gewicht! 

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